Das Fachlektorat – Versuch eines Berufsportraits

Die meisten Menschen sind der festen und vor allem unumstößlichen Überzeugung, Lektorinnen arbeiten ausschließlich an ihrem Schreibtisch, redigieren Texte, lesen Korrektur und sind in damit erster Linie Expertinnen für Sprache und Grammatik. Das mag in vielen Bereichen (z.B. Belletristik, Kinder- und Jugendbuch) noch halbwegs zutreffen – wobei ich sicher bin, auch damit den Kolleginnen nur zum Teil gerecht zu werden. Im heutigen Blog-Beitrag möchte ich deshalb die Tätigkeit einer (freiberuflichen) Fachlektorin etwas näher beleuchten und mich an einem Berufsportrait in all seiner Vielfalt versuchen.

Beteiligte-TagcloudAlle Fachpublikationen – ganz egal ob print/analog oder digital/online – bewegen sich stets im dreidimensionalen Spannungsfeld von

  • AutorInnen,
  • Verlagen,
  • LeserInnen.

Diese drei Beteiligten haben naturgemäß ja unterschiedliche Perspektiven auf einen Text oder ein Produkt und somit auch gänzlich unterschiedliche Interessenlagen. Und exakt an diesem Schnittpunkt steht und agiert die Fachlektorin. Weiterlesen

Arbeitspsychologie im Lektorat

Arbeitspsychologische Erkenntnisse sind wichtig für die beruflichen Praxis – vorrangig natürlich für Führungskräfte mit Personalverantwortung. Derzeit habe ich eine wissenschaftliches Werk aus diesem Bereich auf dem Tisch. Während sich die KollegInnen aus den Publikumsverlagen nicht nur, aber vorrangig mit den sprachlichen Aspekten eines Textes beschäftigen, empfinde ich es immer wieder als Privileg, mich als Fachlektorin vorrangig mit Inhalten auseinandersetzen zu dürfen. Das kommt meinem neugierigen und aufgeschlossenen Naturell sehr zu gute! Immer wieder gibt es neue Themen und Aspekte, die mein Interesse wecken und stetig meinen Horizont erweitern. O.k., ich gebe zu, manchmal geht es dabei auch ziemlich trocken und sehr theoretisch zu, im Großen und Ganzen jedoch kann ich (fast) jedem Text etwas abgewinnen.

Tabellen

Und jetzt ist es gerade die Arbeitspsychologie: 475 Normseiten mit 40 Abbildungen und 31 zum Großteil sehr komplexen Tabellen, die formal nach APA-Standard aufbereitet werden wollen – puh! Wie gut, dass es in dem Text vorrangig um das Thema Arbeitsmotivation geht. Für uns Freiberuflerinnen quasi tägliches Brot. Weiterlesen

Lebenslang lernen …

… den Wandel gestalten! Qualifizierung in der Buch- und Medienbranche

Unter diesem Motto stand die diesjährige Jahrestagung der Bücherfrauen e.V.  Damit verbindet sich thematisch zwei Themenbereich, die die Buchbranche umtreiben: Wandel und Qualifizierung – beides unabdingbare Erfordernisse und Herausforderungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kein Wunder also, dass die hervorragend besetzte und öffentliche Podiumsdiskussion ausgesprochen gut besucht war. Das Schloss Fürstenried in München bot zudem einen absolut würdigen und angemessenen Rahmen. Eine ganz besondere Freude war es für mich, dass mit Dr. Martine Herpers eine “meiner” Autorinnen auf dem Podium vertreten war, die nicht nur sehr gut beim Publikum ankam, sondern auch Gelegenheit hatte, auf ihr Buch (Erfolgsfaktor Gender Diversity) aufmerksam zu machen.

media22817701 Weiterlesen

Arbeitszeitgestaltung als Element des Personalmarketings

2014_Haufe_HellertWie wollen wir künftig arbeiten? Wie können sowohl die betrieblichen Erfordernisse als auch die Bedürfnisse der (künftigen) Mitarbeiter optimal berücksichtigt werden?

Ulrike Hellert: Arbeitszeitmodelle der Zukunft
Arbeitszeiten flexibel und attraktiv gestalten
inkl. E-Book und Arbeitshilfen Online

Die Autorin entwickelt Arbeitszeitlösungen, die sowohl die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen als auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen stärken. Weiterlesen

Open Peer Review – ein Erfahrungsbericht

historyblogvon Dr. Julia Schreiner

Lausanne im November 2011: Auf dem That Camp diskutieren WissenschaftlerInnen, BibliothekarInnen und Verlagsleute über die digitale Zukunft des Publizierens:

  • Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung?
  • Wie ist der status quo wissenschaftlichen Publizierens?

Immer wieder kommt die Diskussion auf die Abgeschlossenheit der Review Systeme – eine Abgeschlossenheit, die eine Spielart der Hermetik von hierarchischen Organisationen und mehr oder weniger transparenten Codes des Wissenschaftsbetriebs zu sein scheinen. Besonders in den Blick gerät das System des sogenannten Peer Review. Im nicht öffentlichen Begutachtungsverfahren entscheiden die „Peers“ (also arrivierte WissenschaftlerInnen) über die Qualität von (vor allem) Zeitschriftenbeiträgen und damit über die Aufnahme der Aufsätze in die einschlägigen Journals. Weiterlesen