Digitaler Wandel und Qualifizierung in der Buch- und Medienbranche

Kurzmitteilung

Öffentliche Podiumsdiskussion:
Wie gestalten wir den Wandel in der Buch- und Medienbranche?

Freitag, 14.11.2014, 20 Uhr im Schloss Fürstenried, Exerzitienhaus/Foyer
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München

Podiumsgäste:

  • Claudia Reitter: Geschäftsführerin Random House für den Bereich Vertrieb und Marketing. Stellvertretende Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
  • Martine Herpers, Dr. rer.nat.: Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Quality and Gender Consulting. Trainerin für Software-Entwicklung und Gender-Diversity in internationalen Firmen, Vorsitzende von Erfolgsfaktor Frau e.V., Mitglied im Frauennetzwerk European Women Management Network
  • Jürgen Harth: Leitung Online-Services & Business Deve­lopment für Carl Hanser Verlag. Web- und App-Entwicklung, Contentmanagement, E-Projektmanagement, Online- & Socialmedia-Markting etc. Stellvertre­tender Sprecher im Arbeitskreis Elektronisches Publizieren (AKEP)
  • Sabine Dörrich: Geschäftsführerin von „Sabine Dörrich. Personalagentur. Menschen für Medien“, BücherFrau

Moderation: Edda Ziegler, Dr. phil.: Bis 2006 Dozentin für Neuere Deutsche Literatur und Buchwissenschaft, seit 2006 Lehre im Junior Year in Munich an der Universität München, seit 2009 im Fortbildungsprogramm des Graduate Center-LMU, Autorin und Publizistin, BücherFrau Weiterlesen

Thema: Gender Studies

Die April-Ausgabe der renommierten Rezensionszeitschrift Soziologische Revue (Heft 2/2014) widmet dem Lehrbuch “Geschlechtersoziologie” ein komplettes Symposium, in dem Stefan Hirschauer (Universität Mainz), Rüdiger Lautmann (Universität Bremen) und Ilse Lenz (Universität Bochum) den Band ausführlich besprechen:

Regine Gildemeister uGildemeister_9783486586398nd Katja Hericks haben das beste (…) Lehrbuch dieses Genres geschrieben” Stefan Hirschauer (2014: 139)
Das sehr lesbar geschriebene und didaktisch aufbereitete Buch eignet sich glänzend für Lehrveranstaltungen” Rüdiger Lautmann (2014: 140)
Die Autorinnen werden dieser umfassenden Herausforderung einer dreifachen Geschichte der Soziologie, ihrer Geschlechter- und Naturkonzepte umfassend gerecht” Ilse Lenz (2014: 149) Weiterlesen

Mentoring-Aufruf der Münchner Bücherfrauen

Kurzmitteilung

Ab Januar 2015 startet das Mentoring-Programm der Münchner Bücherfrauen in die inzwischen zehnte (!) Runde.

Alle Interessentinnen sind herzlich zur Informationsveranstaltung eingeladen:

Wann?  1. Juli 2014 um 19.30 h
Wo?      Kofra (Baaderstraße 30, München)

Neben Erfahrungsberichten aus bisherigen Runden informieren die Mentoring-Koordinatorinnen über den Ablauf und die Rahmenbedingungen und sind für Fragen offen.

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Open Peer Review – ein Erfahrungsbericht

historyblogvon Dr. Julia Schreiner

Lausanne im November 2011: Auf dem That Camp diskutieren WissenschaftlerInnen, BibliothekarInnen und Verlagsleute über die digitale Zukunft des Publizierens:

  • Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung?
  • Wie ist der status quo wissenschaftlichen Publizierens?

Immer wieder kommt die Diskussion auf die Abgeschlossenheit der Review Systeme – eine Abgeschlossenheit, die eine Spielart der Hermetik von hierarchischen Organisationen und mehr oder weniger transparenten Codes des Wissenschaftsbetriebs zu sein scheinen. Besonders in den Blick gerät das System des sogenannten Peer Review. Im nicht öffentlichen Begutachtungsverfahren entscheiden die „Peers“ (also arrivierte WissenschaftlerInnen) über die Qualität von (vor allem) Zeitschriftenbeiträgen und damit über die Aufnahme der Aufsätze in die einschlägigen Journals. Weiterlesen

Lehrbücher: Preisgestaltung

Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass insbesondere Fach- und Wissenschaftsverlage sich auf Kosten Ihrer AutorInnen (und damit zumeist der Hochschulen und letztlich der SteuerzahlerInnen) “bereichern”.

Keine Frage: schwarze Schafe gibt es überall! Wer jedoch einen Blick hinter die Kulissen wagt, erkennt schnell, dass die Realität bei seriösen Verlagen völlig anders aussieht. Verlage leisten weitaus mehr, als Termine nachzuhalten und Druckaufträge zu vergeben – nur erfolgt dies zumeist ohne großes Publikum und “hinter den Kulissen”. Wer darüber mehr erfahren will, dem sei z.B. das Informationsportal des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels empfohlen, das unter dem Slogan “Was Verlage leisten” eine ausführliche Darstellung der Bedeutung und Aktivitäten von Verlagen unterhält.

Die Preis- und Kostenstruktur ist von Verlag zu Verlag naturgemäß sehr unterschiedlich – je nach Größe und Reichweite, Zielgruppe und Publikationsformat (u.a. digital oder print). Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des richtigen Verlages ist insbesondere für AutorInnen von Lehrbüchern nicht zuletzt die Preisgestaltung des Produktes selbst. Diese entscheidet am Ende darüber, ob ein Titel in der Lehre eingesetzt wird oder nicht.

Auf Zeit-Online vom 16. Februar 2014 erläutert Dr. Bertram Salzmann, Geschäftsführer der UTB, interessante Fragen zum Thema Kosten und Honorare für Lehrbücher: http://www.zeit.de/studium/hochschule/2014-02/Interview. Ein sehr lesenswerter Beitrag für ein faires und transparentes Miteinander von AutorInnen und Verlagen!

Fachbuchmarketing: Was kann ich als AutorIn für mein Buch tun?

“Wenn ein Buch erfolgreich ist, ist es stets der Verdienst des Autors, wird es hingegen ein Flop, trägt selbstverständlich der Verlag die Schuld!”

Dieses kleine Bonmot kursiert in Verlagen und Lektoraten und bringt eine mögliche – wenn auch seltene – Reaktion von AutorInnen auf enttäuschte Verkaufserwartungen Ihres Bandes auf den Punkt. Als Lektorin habe ich in Einzelfällen z.T. “wüste Schimpfkanonaden” erdulden müssen, wenn die gewünschten Absatzzahlen nicht erreicht wurden und der (mehr oder weniger heimliche) Traum vom “Bestseller” oder “Standardwerk” an den Niederungen der Realität zerschellte. Aber ich will hier keinesfalls pauschale “Autorenschelte” betreiben: Die meisten der von mir betreuten Autorinnen und Autoren reagieren in diesen Fällen äußerst besonnen, wenn auch enttäuscht auf eine unbefriedigende Nachfrage ihres Titels. Das ist absolut verständlich und nachvollziehbar und trifft stets auf offen Ohren, denn: im Prinzip sitzen wir alle im gleichen Boot!

AutorInnen und Verlage haben ein gleichermaßen großes Interesse am Erfolg eines Titels – wenn auch aus unterschiedlicher Perspektive.  Weiterlesen

Publikationslexikon – Teil 2

Das  Publikationslexikon ist inzwischen um weitere interessante Einträge aus dem Bereich Digital Publishing und Bildungsmedien angewachsen.

Ich freue mich sehr, ausgewiesene Experten für folgende Stichworte gefunden zu haben.

…. to be continued…..

Digitale Ökosysteme

Gelingt es Microsoft noch ein digitales Ökosystem zu schaffen – oder ist es schon zu spät?

In den letzten Monaten war in einer Reihe von Artikeln und Beiträgen von „digitalen Ökosystemen“ zu lesen, mit denen sich die Verlage, aber auch die anderen Anbieter von Inhalten, die ebenfalls digital vermarktet werden können1 auseinandersetzen sollten.2 Nicht selten werden in diesem Zusammenhang die Unternehmen Apple, Amazon und Google genannt. Manchmal finden ebenfalls Erwähnungen facebook, ebay, ganz entfernt gelegentlich auch Microsoft. Letztgenanntes Unternehmen aber eher selten was doch ziemlich verwunderlich ist, dominiert dieses Unternehmen doch die Softwarebranche seit fast drei Jahrzehnten doch erheblich. Weiterlesen

  1. Für die Musikindustrie ist es eigentlich schon zu spät. Obwohl das Buch von Tim Renner (2004): „Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm. Über die Zukunft der Musik- und Medienindustrie“, Campus, Frankfurt/Main, schon im Jahr 2004 erschienen ist. []
  2. Zu digitalen Ökosystemen: Ammon, T., Brem, A. (2013): Digitale Ökosysteme und deren Geschäftsmodelle: Analyse und Implikationen für klassische Buchverlage, S. 91 – 122, in: Keuper, F., Hamaidian, K., Verwaayen, E., Kalinowski, T., Kraijo, C. (Hrsg.): Digitalisierung und Innovation. Planung – Entstehung – Entwicklungsperspektiven, Gabler, Wiesbaden; auch: Englert, M., Senft, C. (2012): Digitale Ökosysteme. Neue Werttreiber in der Medienwirtschaft, S. 103 – 118, in: Kolo, C., Döbler, T., Rademacher, L. (Hrsg.): Wertschöpfung durch Medien im Wandel, Nomos, Baden-Baden. []

Jahresende 2013

Ich bedanke mich bei allen AutorInnen, HerausgeberInnen, KollegInnen und AuftraggeberInnen für

  • viele tolle Publikationsprojekte und Ideen,
  • IMG_3215interessante und inspirierende Gespräche und Debatten,
  • das Vertrauen in die gemeinsame Arbeit und
  • die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Ich wünsche Ihnen / Euch gesegnete und geruhsame Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2014!

Bücher schreiben – lohnt sich das?

Ein Fachbuch oder eine Wissenschaftspublikation zu schreiben erfordert sehr viel Zeit und Energie. Unabdingbar ist zudem ein gehöriges Maß an Motivation, Durchhaltevermögen und viel Herzblut und Engagement für das jeweilige Thema. Ich persönlich habe nach fast 20 Jahren der Begleitung von Schreibenden immer größere Hochachtung und höchsten Respekt vor jedem Autor / jeder Autorin, die dies auf sich nimmt und zu Ende führt. Dies umso mehr, wenn quasi “nebenbei” der reguläre Berufsalltag (sei es an der Hochschule, in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst) sowie ein Mindestmaß an Privat- und Familienleben aufrechterhalten werden will. Nicht umsonst finden sich in Danksagungen häufig Weiterlesen